Heiße Eisen und faszinierende Lebenswege
Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Freunde des Lebensrechts,
der Bundestag geht mit dem ideologisch motivierten Versuch in die Sommerpause, am letzten Sitzungstag eine Gesetzesänderung durchzupeitschen, die keinerlei sachliche Grundlage hat. Mehr dazu in unserer heutigen Pressemeldung. Wenn Sie in Berlin oder in der Nähe Berlins wohnen, laden wir Sie herzlich ein, am Freitag in Ihrer Mittagspause vor dem Bundestag vorbeizuschauen, wo der BVL zusammen mit der ALfA eine Demonstration zu diesem Thema macht. Weiteres dazu siehe unten.
Eine faszinierende Lebensgeschichte berichtet uns unsere Mitarbeiterin Maria Fuchs aus der Slowakei: Lesen Sie selbst, wie eine überraschende Schwangerschaft nicht nur Entscheidungen über den Haufen geworfen, sondern auch neuen Lebensmut in eine Familie gebracht hat.
Aus der Politik kommt ein neuer Anlauf zur Änderung der Organspende-Regelung in Deutschland: von der bestehenden Zustimmungs- zu einer Widerspruchsregelung. Dabei wurde letztere erst 2021 vom Bundestag abgelehnt. Hiermit werden wir uns also in nächster Zeit wieder befassen. Als weiteres „heißes Eisen“ dazu ein wissenschaftlicher Beitrag zur „Hirntod“-Debatte von damals.
Wir freuen uns über Ihre Unterstützung! Bitte bewerben Sie auch unsere medialen Beiträge und die Märsche für das Leben am 21.09. in Berlin und in Köln. Gern kommen wir zu Ihnen, um Fachvorträge zu halten, mit Ihnen zu diskutieren und unsere Arbeit vorzustellen.
Herzliche Grüße,
Ihre
Alexandra Maria Linder
Vorsitzende Bundesverband Lebensrecht e.V.
✅ Demonstration vor dem Bundestag - Einladung

Der Bundesverband Lebensrecht hat mit seinen Mitgliedsorganisationen für Freitag, den 05.07., von 12 bis 14 Uhr vor dem Bundestag eine Demonstration organisiert – für zugewandte Hilfe für Schwangere, für Meinungsfreiheit und für Versammlungsfreiheit. Mehr Informationen - Zur Pressemitteilung
🧠 „Hirntod“, Organspende und die angenommene Zustimmung · Doyen Nguyen
Eine Zustimmung kann nicht angenommen werden, da der „Hirntod“ nicht der wirkliche Tod ist

Der deutliche Rückgang der Organspenden in Deutschland in den letzten Jahren hat die Debatte über die Widerspruchsregelung (Opt-out-Regelung) wieder ins Blickfeld der deutschen Politik gerückt. Bislang ist Deutschland eines der wenigen europäischen Länder, in denen das Einwilligungssystem (Opt-in-System) für die „postmortale“ Organspende noch in Kraft ist.
Mitte 2018 schlug der Gesundheitsminister Jens Spahn jedoch einen Gesetzentwurf zur Änderung des derzeitigen Einwilligungssystems (Opt-in) in ein Widerspruchsystem (Opt-out) vor. Hierdurch soll eine Erhöhung der Organspendenzahl erreicht werden. Über diesen Gesetzentwurf soll der Bundestag in den kommenden Monaten dieses Jahres (2019) entscheiden. Die aktuelle Debatte in Deutschland über das Organspendegesetz berührt nicht nur das umstrittene Konzept der angenommenen Zustimmung (die Grundlage für die Widerspruchsregelung), sondern auch die hartnäckige Kontroverse um den „Hirntod“, da der Großteil der angeblich „postmortalen” Organe aus hirntoten Spendern entfernt wird. Die Analyse in diesem Aufsatz zeigt, dass die angenommene Zustimmung, wie sie derzeit praktiziert wird, keine echte Zustimmung, sondern eine bloße Fiktion ist. Die angenommene Zustimmung (und damit das Widerspruchssystem) wären nur dann gerechtfertigt, wenn die Öffentlichkeit umfassend über die tatsächliche Realität des „Hirntods“ informiert würde. Ein Rückblick auf die historischen Ereignisse und die Manuskriptentwürfe des Harvard Reports zeigen den inhärenten utilitaristischen Zusammenhang zwischen den Interessen an Organtransplantationen und der Einführung des „Hirntods“ im Jahr 1968.
Der „Hirntod“ ist nicht der wirkliche Tod, sondern ein medizinisch-rechtliches Konstrukt. Durch dieses Konstrukt werden die tiefkomatösen Patienten (die als irreversibel gelten) für tot erklärt, damit ihre Organe legal entfernt werden können. Bevor der Staat eine Widerspruchsgesetzgebung (Opt-out-Gesetzgebung) für die Organspende einführt, muss er daher zunächst seine Informationspflicht erfüllen: Der Staat muss also seine Bürger darüber informieren, dass sie als Organspender noch nicht tot sein werden, sondern erst durch den Prozess der Organentnahme getötet werden.
Weitere Fachvorträge zum Thema „Hirntod“
Prof. Dr. Josef Seifert - Vortrag am 8. März 2019 in Wien: Widerlegung der drei nachträglich präsentierten philosophischen Hauptargumente für ein pragmatisch motiviertes Todes-Konstrukt
Doyen Nguyen, M.D., S.T.D., ist sowohl Moraltheologin als auch Fachärztin für Hämatopathologie. Sie hielt den Vortrag am 8. März 2019 in Wien.
Literaturempfehlung
- Seifert, Josef. „Interview - Den Hirntod gibt es nicht - Ich erkläre Ihnen die Gründe“. In: Medizin & Ideologie 01/19, 6-13.
- Nguyen, Doyen. The New Definitions of Death for Organ Donation: A Multidisciplinary Analysis from the Perspective of Christian Ethics. Foreword by Professor Josef M. Seifert. 1. Aufl. Peter Lang Group AG, International Academic Publishers, 2018.
🎥 „Pro-Life: Schenke Hoffnung – mit Alexandra Maria Linder“ Markus Voss

🚘 1.400km unterwegs - weil jedes Leben kostbar ist

Am 14. bis zum 16. Juni war der BVL mit einem Stand auf dem Adoratio Kongress in Altötting vertreten.
Durch viele Gespräche und Begegnungen ist uns vor allem eines klar geworden: Es kann keine echte christliche Erneuerung ohne eine gelebte Kultur des Lebens geben. Abtreibung ist nicht mit der christlichen Lehre vereinbar - zum massenhaften Sterben der vorgeburtlichen Kinder (ca. 106 000 Abtreibungen 2023 in Deutschland) zu schweigen und nichts zu tun, auch nicht …
Vielen Dank für Ihre finanzielle Unterstützung!
Spendenkonto: DE21 3706 0193 6006 2570 10
👪 Wenn die Liebe stärker als der Tod ist
Die Geschichte von Jan Kavalír ging kürzlich durch die tschechischen Medien. Er leidet seit acht Jahren an der neurodegenerativen, unheilbaren Amyotrophen Lateralsklerose (ALS). Die Krankheit zerstört seine Muskulatur. Aus dem ehemaligen Fitnesstrainer, der früher mit seiner Kraft warb, ist ein Patient geworden. Nach acht Jahren Krankheit ist er auf die 24-Stunden-Pflege seiner Frau angewiesen. Er kann weder Beine noch Arme oder Hände bewegen. Die Kommunikation erfolgt über ein spezielles Gerät, das er mit den Augen steuert. Aus diesen Gründen hatte er sich für den assistierten Suizid in der Schweiz entschieden. Die „Sterbebestellung“ bei Dignitas koste 13.000 Euro, erzählt Martina Kavalírová, die Frau von Jan Kavalír, der Zeitung „Denník N“ in einem Interview.
Am Abend vor der Abfahrt in die Schweiz entschieden sie sich, doch nicht loszufahren. Der Anstoß, sich gegen den assistierten Suizid zu entscheiden, kam von Jans Frau. Martina war nämlich im Dezember schwanger geworden, als sie am wenigsten damit gerechnet hatte. Im September soll ihr erstes Kind zur Welt kommen. „Gibt es einen besseren Grund zum Leben als das eigene Kind?“, fragt Martina. Als zweiten Grund für die Pro-Life-Entscheidung nennt sie die Unterstützung durch ein mobiles Hospiz. Bisher hat sie ihren Mann allein gepflegt.
Die Entscheidung für das Leben erfüllt beide mit Frieden. „Nichts schien mir nun unmöglich zu sein.“ Ihrem Mann hatte sie bis dahin nie gesagt, dass er weiterleben solle. Jan erzählte ihr am nächsten Tag, worauf er sich in den kommenden Tagen freuen werde. Das Paar geht mit der Situation nun völlig anders um. Jan wird hospizlich begleitet sterben. Seine Tochter wird in einigen Monaten geboren werden.
Es ist eine Geschichte, die unter die Haut geht. Sie zeigt, dass der Wunsch nach „Sterbehilfe“ eher ein Hilferuf derer ist, die nicht genügend Unterstützung bekommen. Sie zeigt uns auch, dass die Liebe (der Eheleute zueinander und der Eltern zu ihrem Kind) dem Sterbenden einen neuen Lebenssinn gibt. Eine besser ausgebaute Hospizversorgung kann dabei helfen, den Wunsch zu sterben in eine neue Sehnsucht nach dem Leben zu verwandeln, einem Leben, das auch in scheinbar ausweglosen Lagen noch Sinn, Wert und Würde hat.
Maria Fuchs
🎥 Abtreibung - Was wird aus Paragraf 218? Perspektive Leben - Das Magazin
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