Teil der Menschheitsfamilie
Der vorgeburtliche Mensch gehört zur Menschheitsfamilie
Liebe Freunde des Lebensrechts,
an der Fülle der Artikel können Sie sehen, dass sich in unseren Bereichen sehr viel tut und auch wir sehr viel tun - danke für Ihre Hilfe und Unterstützung!
Die neueste gute Nachricht: Das EU-Parlament prüft die Finanzierung der Abtreibungslobby durch die Europäische Union und die Europäische Kommission. Im Zuge der europäischen Bürgerinitiative My Voice My Choice - die verlangt, dass Frauen im Nachbarland abtreiben dürfen, wenn dies im eigenen Land nicht möglich ist - wurden solche Finanzierungsquellen recherchiert. Dank der Organisation One of Us und seiner Mitgliedsvereine, wozu auch der BVL gehört, wurde dies öffentlich und wird jetzt untersucht.
Wir freuen uns auf Resonanz zu unseren Nachrichten und Artikeln. Und wir freuen uns, wenn auch Sie uns zu Vorträgen und Diskussionen einladen - damit die Themen in der Öffentlichkeit bleiben und sachlich und menschenzugewandt diskutiert werden können.
Herzlichst
Ihre
Alexandra Maria Linder M.A.
Vorsitzende Bundesverband Lebensrecht e.V.

❗Der BVL stellt seine Arbeit auf dem Kölner Kongress „Kommt und Seht“ vor
Der Bundesverband Lebensrecht (BVL) stellte den 1.000 Teilnehmern des Kölner Kongresses „Kommt und seht“ seine Arbeit mit einem eigenen Stand vor. Seit 2023 veranstaltet der BVL zeitgleich in Köln und Berlin einen Marsch für das Leben. Hieran nehmen besonders viele junge Menschen teil, um denen eine Stimme zu geben, die noch keine haben, und um für das Lebensrecht aller einzutreten.
Der BVL ist ein deutscher Dachverband für das Lebensrecht. Er hat 15 Mitgliedsvereine, die sich mit Rat, Lobbyarbeit und Tat für Frauen in Schwangerschaftskonflikten einsetzen. Der BVL-Vorstand arbeitet ehrenamtlich. Die Arbeit des Bundesverbands Lebensrecht ist spendenfinanziert.
Gegenseitig ermutigt
Die Stimme der vorgeburtlichen Kinder war auf dem Kongress stark vertreten. Das gut durchmischte Publikum konnte sich an den Ständen einen Überblick über die Arbeit des Bundesverbandes Lebensrecht, der ALfA und der Stiftung JA zum Leben verschaffen. Während die ältere Generation schon zahlreiche persönliche Erfahrungen mit dem BVL gemacht hatte und sich am Stand hauptsächlich für die Arbeit bedankte, was uns sehr erfreute, kannten die jungen Schüler den Marsch für das Leben noch nicht. Sie freuten sich, mit uns in Gespräch zu kommen, und berichteten über ihr eigenes Engagement für den Schutz des menschlichen Lebens. Mehrfach wurde geschildert, dass die Schülerinnen und Schüler mit ihrer ethisch klaren Haltung in der Klasse allein dastanden. Umso schöner sei es, so die jungen Leute, sich in diesem Veranstaltungsrahmen sachlich und freundlich auch über diese Themen austauschen zu können.
📝 Aktuelle Abtreibungsstatistik
Keine Entwarnung, keine Pressemitteilung des Statistischen Bundesamtes, dramatisch sinkende Geburtenzahlen und steigende Risiken für Frauen. Mit 26.775 gemeldeten Abtreibungen im I. Quartal 2025 entspricht die aktuelle Lage in etwa dem vergleichbaren Quartalsstand von 2017. Obwohl im Vergleich zu 2024 (28.200) etwas weniger Abtreibungen im I. Quartal gemeldet wurden, ist die Zahl bedenklich hoch, denn die Zahl der Geburten sank im selben Zeitraum dramatisch: In den ersten drei Monaten dieses Jahres wurden etwa 15.000 Kinder weniger geboren als im Vorjahr. Allein im Februar kamen 7.000 Kinder weniger auf die Welt als im Vergleichsmonat 2024. Besonders bedenklich sind die stetig steigenden Zahlen der medizinischen Indikation - vielleicht auch eine Folge der serienmäßigen Anwendung des pränatalen Bluttests (NIPT) - sowie der immer höhere Anteil von chemischen Abtreibungen, die auch für Frauen hohe Gefahren mit sich bringen: Die Auswertung von über 850.000 Anwendungen der Abtreibungspille in den USA zwischen 2017 und 2023 belegte unter anderem bei fast 11 Prozent der Frauen schwere Komplikationen (Quelle: Ethics and Public Policy Center). Die Abtreibungsquote (Abtreibungen auf 10.000 Frauen im gebärfähigen Alter) ist mit 62 die höchste seit mindestens 2012. (Anzahl der Abtreibungen im 1. Quartal 2025 laut dem Statistischen Bundesamt)
Alexandra Maria Linder M.A.
🔔 Assistierter Suizid und Euthanasie in Europa auf dem Vormarsch
Nach Schottland haben auch England und Wales durch eine Abstimmung im Unterhaus den assistierten Suizid gesetzlich auf den Weg gebracht. Die „Terminally Ill Adults (End of Life) Bill“ ist ein Gesetzentwurf der Labour-Abgeordneten Kim Leadbeater, zu dem zeitweise 500 Änderungsanträge vorlagen. Nach heftigen Debatten und vielen Eingaben von Abgeordneten, Kirchen und Medizinern wurde die Vorlage am 20. Juni dennoch mit 23 Stimmen Mehrheit verabschiedet.
Mehr dazu in der Perspektive Leben-Sendung Juni 2025
Auch Frankreich hat den assistierten Suizid und die Euthanasie in der Nationalversammlung am 27. Mai gebilligt, mit 305 Ja- bei 199 Nein-Stimmen. Wer sich nicht mit dem von Dritten bereitgestellten Mitteln töten kann (assistierter Suizid), kann auch von Dritten getötet werden (Euthanasie).
Mehr dazu am Dienstag, 01. Juli, um 20:15 Uhr bei EWTN (Perspektive Leben)
🕛 Historische Entscheidung: England und Wales legalisieren Abtreibung bis zur Geburt
Durch eine Entscheidung im Unterhaus wurde ein Passus aus einem Gesetz entfernt, der besagte, dass eine Frau sich für eine Abtreibung jenseits der Zulässigkeit (aktuell 24. Schwangerschaftswoche) strafbar macht. Dieser Passus wurde jetzt gestrichen. Faktisch ist es damit möglich, dass jede Frau, die in Bezug auf ihre eigene Schwangerschaft handelt, ihr Kind bis zur Geburt abtreiben kann. Mehr dazu:

🎞️ „Abtreibungszahlen steigen 2024: Hubert Hüppe deckt Lücken im Bericht auf“ - Perspektive Leben
🚀 Erheben Sie Ihre Stimme für das Lebensrecht aller Menschen


💡 Vortrag in Salzburg

Am 12. Juni hielt die BVL-Vorsitzende Alexandra Linder auf Einladung des Forums Neues Leben in der Erzdiözese Salzburg einen Vortrag. Themen waren die auch in Österreich hohen und steigenden Abtreibungszahlen, Motive für Abtreibung, Gründe für Schwangerschaftskonflikte, Möglichkeiten der Prävention und Lebensperspektiven.
Gern kommen wir auch zu ihnen, für Vorträge, Debatten, Diskussionen ... Wir haben für alle bioethischen Themen in unseren Reihen Experten und freuen uns auf Anfragen.
✅ Teil der Menschheitsfamilie – vor wie nach der Geburt
Der Begriff Menschheitsfamilie möchte die Teilung der Menschen überwinden und ist philosophisch im gleichen Sein, das alle Menschen miteinander verbindet, begründet. Dies kommt besonders gut in der deutschen Sprache zum Ausdruck, da in ihr die Verwendung von Komposita (lat. das Zusammengesetzte) stark verbreitet ist.[1] Menschheitsfamilie ist also sprachlich betrachtet, ein Determinativkompositum, das heißt, das Grundwort Familie wird durch das erste Wort Menschheit näher bestimmt.
Der Begriff Menschheit innerhalb des Begriffs Menschheitsfamilie universalisiert also den Familiengedanken und wendet ihn auf alle an, die eine menschliche Natur (Sosein) besitzen. In einer Familie gehört es sich nicht, sich von den anderen Familienmitgliedern abzutrennen, sie zu übervorteilen oder die eigenen Interessen über die der Restfamilie zu stellen. Somit kann der in der menschlichen Lebenswirklichkeit umgesetzte Begriff der Menschheitsfamilie Gräben überwinden, Konflikte lösen und Frieden stiften. Er kann sogar dabei helfen, die Kultur des Todes zu überwinden. Eine Kultur des Todes, die insbesondere durch die Abtreibungslobby propagiert wird.
Mit jeder Abtreibung, die die Kultur des Todes rechtfertigt, ermöglicht und umsetzt, wird mindestens ein unschuldiger vorgeburtlicher Mensch getötet. Da der Mensch von Natur aus ein ethisches Wesen mit Einfühlungsvermögen und einem Sinn für Recht und Unrecht ist, scheut er zunächst davor zurück, andere Menschen zu töten. Diese natürliche Hemmschwelle versucht die Kultur des Todes durch emotionalisierte Propaganda und Lügen auszuschalten. Die Konflikt- und Friedensforschung hat diese Mechanismen erforscht und aufgedeckt: „Teilen, Abwerten, Töten” (Johan Galtung[2]) sowie verschiedene Formen von Gewalt (z. B. physische, psychische, strukturelle und kulturelle) herausgearbeitet.
Die Kultur des Todes basiert auf Lüge, durch die z.B. vorgeburtliche Kinder von der Menschheitsfamilie abgetrennt werden. Dies geschieht, indem sie als Zellklumpen etc. abgewertet (entmenschlicht) werden, um sie schließlich guten Gewissens töten zu können.
Gewalt überwindet jedoch keine Gräben, schafft keinen Frieden und löst keine Konflikte – auch nicht den Schwangerschaftskonflikt. Vielmehr geht es darum, einen positiven Frieden (Galtung) zu schaffen.[3] Dafür setzt sich die Lebensrechtsbewegung weltweit ein. Wie ein Schwangerschaftskonflikt überwunden werden kann, soll in folgenden Beiträgen anhand von Johan Galtungs Transcend-Methode und der erfolgreichen Arbeit der Lebensrechtsbewegung aufgezeigt werden.
Dr. Raphael Bexten
Dies gilt z.B. auch für Sanskrit (unterschiedliche Formen des Altindischen). Durch die häufige Verwendung von Komposita erlangt die deutsche Sprache eine einzigartige Ausdruckskraft und Grammatik, die sie besonders für die Philosophie attraktiv macht. ↩︎
Galtung, Johan. „Cultural violence.“ Journal of peace research 27.3 (1990): 291-305. ↩︎
Galtung definiert einen negativen Frieden als das Fehlen von unmittelbarer Gewalt. Für einen positiven Frieden bedarf es gemäß Galtung auch das Fehlen anderer vielfältiger Formen von Gewalt (kultureller, struktureller…). Vgl. Galtung, ebd. ↩︎
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📆 Termine
20. September 2025 Marsch für das Leben in Berlin und Köln
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