Weil jedes Leben kostbar ist.
Liebe Freunde des Lebens,
mit Riesenschritten naht unsere große Demonstration für das Leben am 16. September in Berlin und Köln. Sonderfahrten werden gemeldet, wir werden zu Vorbereitungsterminen und Vorträgen eingeladen, melden uns zu aktuellen bioethischen Entwicklungen zu Wort, schreiben Artikel, versenden Material, informieren Interessierte und und und … unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und unser Vorstand arbeiten mit Herzblut und vollem Einsatz daran, dass auch diese Demonstration ein großer Erfolg wird.
Traditionell findet am Tag zuvor unsere Experten-Fachtagung statt, dieses Mal unter der Überschrift „MenschSein – von Anfang an bis zum Lebensende“. Am Freitag, 15.09., ab 13:00 Uhr referieren Prof. Dr. med. Angela Köninger („Leben tolerieren – von biologischen Voraussetzungen bis zur Rechtsprechung“), Prof. Dr. med. Stephan Sahm („An der Seite des Lebens. Herausforderungen und Perspektiven der Palliativmedizin“) und Herr Alex Schadenberg, Leiter der Euthanasie Prevention Coalition in Ontario / Kanada („Leben am Lebensende? Die Entwicklungen des Euthanasiegeschehens in anderen Ländern“). Weitere Informationen und Anmeldemöglichkeiten finden Sie auf unserer Internetseite.
Vielen Dank, dass Sie uns auf so vielfältige Weise unterstützen – wir freuen uns darauf, Ihnen auch persönlich zu begegnen: beim Marsch für das Leben in Köln oder Berlin, bei der Fachtagung oder bei Vorträgen / Diskussionen, zu denen Sie uns gerne einladen können.
Ihre
Alexandra Maria Linder
Vorsitzende Bundesverband Lebensrecht e.V.
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👨👩👧👦 Der Marsch für das Leben findet erstmals auch in Köln statt
Seit über 20 Jahren findet jedes Jahr in Berlin der Marsch für das Leben statt. Seit über 20 Jahren gehen jedes Jahr tausende Menschen für das Recht auf Leben auf die Straße. Seit über 20 Jahren ist der Marsch in Berlin für viele ein fester Termin im September. Nach über 20 Jahren kann man schon von einer Tradition sprechen.
Traditionen wollen einerseits gepflegt und andererseits ein wenig „innoviert“ werden, um nicht nur erhalten zu bleiben, sondern verstärkt zu werden. Eine ganz besondere Neuerung findet dieses Jahr statt: Neben der Bundeshauptstadt findet am 16.09. erstmals auch in Köln ein Marsch für das Leben statt. Auch wenn Köln sich als vermeintliche Hauptstadt am Rhein sieht: Die politische Machtstellung wie Berlin hat sie nicht. Dies ist der Grund, warum der Ursprungsort des Marsches natürlich die Hauptstadt ist und dort auch immer eine solche Demonstration stattfinden wird. Doch es ist sehr wichtig überall für das Richtige, für das Wahre einzutreten, wo das Falsche droht, die Oberhand zu gewinnen.

Die urbane Wüste der Einsamkeit greift auch im Rheinland immer mehr um sich und hat verheerende Auswirkungen. Während Frauen von ihren Männern im Stich gelassen und Kinder von ihren eigenen Eltern abgelehnt werden, möchten andere „selbstbestimmt“ und doch allzu oft alleine, geprägt von Einsamkeit oder Krankheit, ihr Leben vorzeitig beenden.
Wie wichtig ist es also, dass wir auch im Schatten des Kölner Doms den Verlassenen, den Abgelehnten und den Einsamen dieser Wüste eine Antwort geben, die Ja lautet. Ja zum Leben, Ja zum Kind, Ja zum Alter, Ja zur Würde des Menschen. So wie die gotische Schönheit der Kathedrale den Kern dieser Großstadt ausmacht und leuchtend über Köln emporragt, wollen wir für die Schönheit und die Größe des Lebens werben und die Liebe zum Menschen zum Kern dieser Gesellschaft machen.
Angesichts der aktuellen Entwicklungen sind wir alle aufgerufen, dieser Schönheit des Lebens einen größeren Raum zu geben und dem sogenannten „Recht auf Abtreibung“ mit dem Recht auf Leben, auf Unterstützung und auf Menschenwürde zu begegnen. Die Angriffe auf das vorgeburtliche Leben und die Würde des Menschen nehmen zu. Seien sie politisch, seien sie verbal oder auch ganz konkret in Form von Übergriffen und Anschlägen auf Pro-Life-Einrichtungen oder eben auch in der traurigen Tatsache steigender Suizid- und Abtreibungszahlen drastisch und brutal belegt. Unsere Antwort darauf kann nur lauten: Es gibt Lebensalternativen! Wir sind mehr! Wir werden noch häufiger, noch lauter und noch sichtbarer in den öffentlichen Raum treten. Der Stachel des Todes kann, darf und wird nicht das letzte Wort haben - wenn wir Zeugen der Liebe und des Lebens sind.
Deshalb erweitern wir erneut unseren Aktionsradius und zeigen im September den Menschen in Köln und in Berlin, dass es kein lebensunwertes Leben gibt gibt und geben kann. Unser Ziel ist es, an einer wirklich humanen Gesellschaft zu bauen, in der inhumane Handlungen wie Abtreibung, begleitete Selbsttötung, Euthanasie, Ausbeutung von Frauen durch so genannte „Leihmutterschaft“ nicht stattfinden – weil sie die Würde des Menschen in ihrem Kern trägt, niemanden alleinlässt und für alle schwierigen Lebenssituationen Unterstützung und Alternativen anbietet.
Gedanken der Organisatorin des Kölner Marsches für das Leben
🏁 Special Olympic World Games - ein Sportfest der Lebensfreude!
Eunice Kennedy Shriver, die Schwester des US-Präsidenten J.F. Kennedy, hatte die großartige Idee der „Special Olympic World Games“, nachdem sie in ihrer eigenen Familie betroffen war. Seit 1960 gibt es die „Paralympics“ für Menschen mit körperlicher Behinderung und seit 1968 diese besonderen Olympischen Spiele für Menschen mit geistiger Behinderung. Zum ersten Mal fanden diese wunderbaren Spiele mit 7000 Athletinnen und Athleten aus aller Welt vom 17. bis 25. Juni in Berlin statt!

Am Fernsehschirm konnte man sie erleben, diese vor Lebensfreude sprühenden Menschen, denen es nicht in erster Linie um Medaillen ging, sondern um Freude und Spaß am Sport, um dabei zu sein, Freunde zu treffen, neue Freundschaften zu schließen. Mit ihrer Natürlichkeit, Unbekümmertheit und Herzlichkeit haben sie viele Menschen berührt und begeistert. So manche „Spitzensportler“ dürften sie beschämt haben, denen es nicht selten um Ruhm, Ehre und auch Geld geht. Und manchmal auch uns, die wir im Alltag oft grundlos nörgeln und jammern...
Beispiel: Die 27-jährige Tamara Röske, Leichtathletin im 100-Meter-Sprint und Weitsprung. Was für eine Begeisterung strahlte sie aus, zudem ist sie auch Schauspielerin, Model und betreibt einen Instagram-Kanal mit 18000 Followern! Und sie hat das Down Syndrom. Ihr Lebensmotto: „Ich bin eben anders. Ich bin einfach nur glücklich, das ist alles.“ Genau!
Wenn man diese wertvollen Menschenkinder, wie die Tamara, sieht, mag man sich die Schizophrenie und gleichermaßen Tragik kaum vorstellen: Über neunzig Prozent der Kinder mit „Down Syndrom“ werden vorgeburtlich getötet und die Krankenkassen zahlen noch den „Bluttest“, der oft zur Selektion dieser Kinder führt.
Mögen diese besonderen Spiele zu einem Umdenken in der Gesellschaft führen – weg vom Töten, hin zum Leben! Ich bete dafür!
Walter Schrader
🔔 Mitmachen・Der Marsch für das Leben 2023

📢 „Nicht nur missverständlich, sondern auch politisch naiv.“
Stellungnahme des Bundesverbands Lebensrecht zum Kommentar des Münsteraner Bischofs Felix Genn auf domradio.de vom 6. Juli 2023 zum Scheitern einer gesetzlichen Regelung der Suizidbeihilfe im Deutschen Bundestag
Der Münsteraner Bischof Felix Genn hat am 6. Juli 2023 in einem Beitrag auf domradio.de das Scheitern des Gesetzgebungsverfahrens zur Suizidbeihilfe im Bundestag kritisiert. Eine solche Neuregelung sei notwendig, damit der assistierte Suizid nicht zur „gesellschaftlichen Normalität am Lebensende“ werde. Zudem müsse, „[e]in solches Konzept“ so Genn, „die Freiverantwortlichkeit des Suizidwunsches so weit wie möglich gewährleisten“.
Aus Sicht des Bundesverbands Lebensrecht sind diese Worte nicht nur missverständlich, sondern auch politisch naiv.
Missverständlich deshalb, weil die oft postulierte „Freiverantwortlichkeit des Suizidwunsches“ eine Chimäre ist, die in der Lebenswirklichkeit so gut wie nie vorkommt, wie die Suizidforschung immer wieder gezeigt hat. Fast immer ist der Suizidwunsch Ausdruck einer psychischen Erkrankung oder Reaktion auf eine als unerträglich empfundene Lebenssituation.
Politisch naiv deshalb, weil sowohl der liberale Gesetzentwurf von Henning-Plahr, Künast u.a. als auch der restriktivere Entwurf von Castellucci u.a. indirekt zu einer Normalisierung der Suizidbeihilfe beigetragen und den kommerziellen Suizidhilfeorganisationen, die man eigentlich verhindern will, in die Hände gespielt hätten. Wie der ehemalige Vorsitzende des Deutschen Ethikrates, Peter Dabrock, kürzlich bemerkte, könnte jede gesetzliche Regelung dazu führen, dass das Handeln solcher Organisationen „als in besonderer Weise legitimiert“ und als „staatlich anerkannt und geprüft“ erscheinen könnte – „ein Werbeargument“, so Dabrock, „das seine Wirkung kaum verfehlen dürfte“.
Der Bundesverband Lebensrecht stimmt mit Bischof Genn darin überein, dass Hospizarbeit und Palliativmedizin finanziell stärker gefördert werden müssen. Der Bundesverband geht darüber hinaus und fordert die Etablierung einer umfassenden Kultur des Lebens, einschließlich der Einrichtung von Lebensoasen in katholischen medizinischen und sozialen Einrichtungen, aber nicht nur dort, damit der Gedanke an Suizid gar nicht erst aufkommt. Besondere Wachsamkeit ist geboten, wenn Begriffe wie „Altersrationierung“ in Umlauf gebracht werden, wie jüngst von der derzeitigen Vorsitzenden des Ethikrates, Alena Buyx, in einem Interview mit dem „Spiegel“.
Der Staat und erst recht die Kirche haben die Pflicht, das Leben jedes Menschen zu schützen – ohne jede Kosten-Nutzen-Rechnung. Jede Verwirrung oder Verwässerung dieser Haltung, und sei sie auch noch so wohl gemeint, ist zu vermeiden.
🚎 Sonderbus
Auch dieses Jahr gibt es wieder Sonderfahrten zum Marsch für das Leben nach Berlin:





Wenn Sie ebenfalls eine Sonderfahrt anbieten möchten, machen wir gerne Werbung dafür!
📆 Termine und Veranstaltungen

🗣️ Wir kommen gern auch zu Ihnen!
Sie möchten eine Diskussionsveranstaltung zu bioethischen Themen organisieren? Einen Vortrag zu aktuellen Entwicklungen? Eine Fortbildung? Den Marsch für das Leben in Ihrer Gemeinde vorstellen?
Unser Vorstand und unsere Referenten stehen Ihnen gerne zur Verfügung! Bitte wenden Sie sich mit Ihrem Vorhaben an unsere Geschäftsstelle.
