Bundesverband Lebensrecht: 25 Jahre Engagement für das Leben

Bundesverband Lebensrecht: 25 Jahre Engagement für das Leben
Vor dem Reichstag: Der Marsch für das Leben 2017

Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Freunde des Lebensrechts,

wir wünschen Ihnen ein gutes Neues Jahr und hoffen, dass Sie es entspannt beginnen konnten.

Uns erwartet dieses Jahr ein Jubiläum: Der Bundesverband Lebensrecht feiert seinen 25. Geburtstag!

2001 gegründet, führte unser Verband 2002 den ersten Marsch für das Leben in Berlin durch. Mehr dazu erfahren Sie im Laufe des Jahres. Als Termin können Sie sich bereits den Samstag, 20.06. vormerken – für diesen Tag planen wir eine Fachtagung in Mainz. Und natürlich den Samstag, 19.09., an dem der 22. Marsch für das Leben gleichzeitig in Berlin und Köln stattfinden wird.

Auch dieses Jahr wird bioethisch wieder spannend: Während eine Gruppe im Bundestag die Prüfung des nicht-invasiven vorgeburtlichen Bluttests (NIPT) bei Schwangeren fordert (der vor allem nach Kindern mit Trisomien sucht und statt einer Ausnahme inzwischen die Regel ist), spricht sich die Frauen-Union zwar gegen die sogenannte Leihmutterschaft aus, aber für die Eizellspende. Außerdem gibt es einen erneuten Vorstoß, die Organspendezahlen zu erhöhen - durch die Einführung einer Widerspruchsregelung und die Erweiterung von Todeskriterien.

Erwartet wird auch ein Gesetzentwurf zum assistierten Suizid. Angesichts von stark steigenden Zahlen (2025 starben über 2.000 Menschen auf diese Weise) ist hier großer Handlungsbedarf, um Menschen zu schützen und ihnen Lebensalternativen anzubieten. Aktuell gibt es keine gesetzliche Regelung, womit der assistierte Suizid grundsätzlich zulässig ist.

Bitte beachten Sie auch die weiteren Informationen und untenstehenden Termine unserer Mitgliedsvereine.

Vielen Dank für jede Unterstützung und wir freuen uns darauf, Sie bei unseren Veranstaltungen begrüßen zu dürfen!

Ihre

Alexandra Maria Linder M.A.

Vorsitzende BVL e.V.

Entwicklung der Abtreibung in den USA

Seit 2022 kann jeder der 50 Bundesstaaten in den USA seine Abtreibungsgesetzgebung selbst regeln. Die Bandbreite reicht von einer vollständigen Legalisierung bis zum Zeitpunkt der Geburt des Kindes über Fristenregelungen bis zum vollständigen gesetzlichen Verbot der Abtreibung. Dieses sogenannte Dobbs-Urteil des Supreme Court erfolgte fast 50 Jahre nach einer faktischen Abtreibungslegalisierung durch ein anderes Urteil.

Seitdem entwickeln sich die Abtreibungszahlen in den einzelnen Bundesstaaten sehr unterschiedlich: In Florida, wo eine Heart Beat Bill die Abtreibung regelt, wurden 2024 etwas über 60.000 Abtreibungen durchgeführt, 23 % weniger als 2023. In Virginia, wo Abtreibung erlaubt ist, stieg die Zahl um 16 % auf ca. 40.000 Abtreibungen. Steigende Zahlen mit mehr Frauen aus anderen Bundesstaaten weisen auch New York und Kalifornien auf, während in Colorado und New Mexico, wo Abtreibung ebenso leicht zugänglich ist, sinkende Zahlen registriert werden.

Insgesamt steigen in den USA die Abtreibungszahlen, für 2024 liegen die Schätzungen bei deutlich über einer Million. Vor allem Afroamerikaner sind betroffen: 40 % aller abtreibenden Mütter sind afroamerikanisch, bei einem Gesamtbevölkerungsanteil von 12,6 % (also ca. 6 % Frauen). Darin ist Abtreibung durch in wachsender Zahl privat bestellte Abtreibungspillen nicht enthalten. Zu dieser Grauzone kommen ebenfalls steigende Zahlen der sogenannten „Telehealth“, wo die Abtreibungspille durch Beratung per Bildschirm genehmigt wird. Auf diese Weise können Verbote staatenübergreifend unterlaufen werden. Seit 2022 hat diese Form der Abtreibungsbesorgung von 5 % aller Abtreibungen auf 25 % zugenommen.

Der größte Anbieter, Planned Parenthood, hat seit 2022 41 Einrichtungen geschlossen. Bis dahin führte er etwa ein Drittel der Abtreibungen in den USA durch. Ein neues Gesetz vom Sommer 2025 untersagt staatliche Förderung von Abtreibung und Abrechnungsmöglichkeiten über die staatliche Krankenversicherung Medicaid, außer in medizinischen Notfällen und Vergewaltigung. Planned Parenthoods Schließungen wegen ausbleibender Abtreibungseinnahmen verdeutlichen, dass das Unternehmen rein gewinnorientiert arbeitet. Für Frauen wichtige Angebote bei Planned Parenthood wie Verhütungsberatung oder Krebsvorsorge sind bereits in den letzten Jahren um bis zu 50 % gesunken.

Der Abtreibungs-Trend verlagert sich von operativen, kontrollierten hin zu chemischen, zunehmend am Staat vorbei organisierten Abtreibungen. Allein die registrierten chemischen Abtreibungen machen einen Anteil von etwa 63 % aller Fälle aus. Abtreibung wird mehr und mehr in die Privatsphäre und alleinige Verantwortung der Frauen verschoben. Dies trägt zu höheren gesundheitlichen Gefahren für die Mütter bei, bis hin zu tragischen Todesfällen.

Der Text ist ein Ausschnitt der Januar-Sendung von Perspektive Leben (EWTN). Gesamte Sendung: https://www.youtube.com/watch?v=RMb1XY8dQag

Gedenken an Johanna von Westfalen:

Vor zehn Jahren starb die Gründerin der Stiftung Ja zum Leben und der Christdemokraten für das Leben: https://ja-zum-leben.de/zehnter-todestag-von-johanna-graefin-von-westphalen/

Slowenien: Volksentscheid kippt Gesetz zur Legalisierung des assistierten Suzids

Im Juli 2025 verabschiedete das slowenische Parlament ein Gesetz, das den assistierten Suizid unter bestimmten Bedingungen erlaubte. Eine Bürgerinitiative sammelte 40.000 Unterschriften für einen Volksentscheid. 41 % der slowenischen Wähler nahmen an diesem Referendum teil. 53 % davon sprachen sich gegen den assistierten Suizid und für die Stärkung von Palliativversorgung und psychosozialer Begleitung aus.

Gedenkstätte in Vorarlberg für früh verstorbene Kinder eingeweiht

Diese Gedenkstätte ist für alle Kinder gedacht, die vor, während oder kurz nach der Geburt gestorben sind. Hier können Angehörige trauern und hier wird sichtbar, dass vorgeburtliche Kinder Menschen sind. https://plattform-leben-vorarlberg.at/blog/neuer-beitrag-113

Freitag, 06.03.2026, ALfA-Kongress Leihmutterschaft in Berlin:

https://www.alfa-ev.de/kalender/kongress-leihmutterschaft/

Samstag, 07.03.2026, TCLG-Forum in Kassel:

https://www.tclrg.de/download/tclg_forum_260307_einladung.pdf

Vormerken: Samstag, 20.06.2026 BVL-Fachtagung

Vormerken: Samstag, 19.09.2026, Marsch für das Leben in Berlin und Köln

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