Eine Stimme für die, die keine haben!

Eine Stimme für die, die keine haben!

Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Freunde des Lebensrechts,

danke für zwei erfolgreiche Märsche für das Leben! Dass aus dem Experiment, einen zweiten, zeitgleichen Marsch in Köln zu wagen, mit Ihrer Hilfe nun eine Tradition werden kann, zeigt, dass die Lebensrechtsbewegung weiter an Kraft gewinnt. Mit diesen pro-life-Großdemonstrationen haben Sie denen eine Stimme gegeben, die keine Stimme haben. Ein starkes Zeichen auch für die Politik.

Unsere nächste große Veranstaltung ist der II. Leben.Würde-Kongress vom 09.-11.05.2025 auf dem Schönblick in Schwäbisch Gmünd. Zum Programm und zu Details siehe unten.

Jetzt geht es wieder um die Ganzjahresarbeit: Gern kommen wir auch zu Ihnen, um Fachvorträge zu halten, mit Ihnen zu diskutieren und unsere Arbeit vorzustellen. 

Treten wir gemeinsam weiter für das Leben ein. Ganz herzlich danken wir Ihnen für jede Unterstützung.

Herzliche Grüße,

Ihre
Alexandra Maria Linder
Vorsitzende Bundesverband Lebensrecht e.V.


Der Marsch für das Leben in Köln und Berlin 2024 - ein Rückblick

Diashow vom Berliner und Kölner Marsch für das Leben 2024
Der Marsch für das Leben in Berlin 0:00 /1:17 1× Der Marsch für das Leben in Köln 0:00 /1:16 1×

Danke für über 4000 (Berlin) & über 3500 (Köln) Teilnehmer beim Marsch für das Leben 2024!
Fotos und Videos vom Marsch für das Leben 2024 in Berlin und Köln

❗ Die ärztliche Gewissensfreiheit in Gefahr

Der 2000 Jahre alte Eid des Hippokrates verpflichtet den Arzt dazu, seine „Verordnungen (…) nach bestem Vermögen und Urteil“ zu treffen. Die Gewissensfreiheit gehört somit von jeher zum Kern des Arztberufs.

Heute erleben wir eine rasante Erosion der ärztlichen Gewissensfreiheit. Ärzte, die versuchen, nach ihrem Gewissen zu handeln, sehen sich zunehmend Repressionen und Schwierigkeiten ausgesetzt. Gleiches kann in Zukunft Kliniken und Einrichtungen drohen, die bestimmte Massnahmen aus ethischen Gründen ablehnen wollen.

Einige Beispiele: Bereits im Bewerbungsgespräch hatte Frauenarzt Thomas Börner aus Niedersachsen deutlich gemacht, keine Abtreibungen durchführen zu wollen. Als Politik und Presse dies erfuhren, wurde so viel Druck ausgeübt, dass Börner seine Stelle während der Probezeit aufgab. Auch der Klinikchef, der sich hinter ihn gestellt hatte, wurde entlassen; zu Unrecht, wie ein Arbeitsgericht später feststellte.

Frauenarzt Dr. Michael Kiworr musste wegen seines Engagements für das Lebensrecht mehrfach die Stelle wechseln. Zudem wurde er Opfer der sogenannten Cancel-Culture: 2019 hinderten ihn linke Aktivisten durch massive Störungen daran, an der Universität Göttingen über das Thema „Ein Baby im Bauch – ein Recht auf Leben?“ zu sprechen.

Auch ich geriet deswegen 2021 an der Universität in Münster in schwieriges Fahrwasser. Man warf mir vor, ich verträte „antifeministische und antiemanzipatorische Standpunkte“ und folge „konservativen bis fundamentalistischen Ideologien, die wissenschaftliche Erkenntnisse bewusst falsch interpretieren und gezielt umwerten.“ Mein Wirken diene nicht dem „Schutz allen Lebens“, sondern gehe „auf Kosten des Selbstbestimmungsrechts schwangerer Menschen.“ Letztlich sah die Universität meine Aktivitäten durch die Meinungsfreiheit gedeckt.

Durch strukturelle Massnahmen wird die Gewissensfreiheit von Ärzten in der Lebensrechtsfrage weiter beschränkt. Kliniken wie z.B. 2023 in Bregenz geraten unter politischen Druck, Abtreibungen anzubieten. Auch soll Abtreibung künftig Prüfungsstoff der ärztlichen Prüfung in Deutschland sein. Für Studenten, die Abtreibung ablehnen, bedeutet dies ein faktisches Berufsverbot.

Ohne Gewissensfreiheit ist ein Arzt kein Arzt mehr, sondern ein Medizintechniker, der vorgeschriebene Handlungen am Patienten vornimmt, egal, ob sie mit seinem Gewissen vereinbar sind oder nicht. Deshalb ist es wichtig, unsere Sensibilität für die ärztliche Gewissensfreiheit zu erhöhen und jeden noch so kleinen Schritt zu ihrer Einschränkung zu bekämpfen.

Eine defensive Haltung allein wird aber nicht ausreichen. Wir müssen Gegenkonzepte entwickeln, in denen die Bedeutung und die Würde aller Lebensphasen des Menschen zur Geltung kommen.

Wir brauchen Lebensoasen, die in einer ausgedorrten Welt Orte bieten, in denen die Entfaltung des Sinnes, der jeder Lebenssituation innewohnt, im Mittelpunkt steht. Das können Geburtseinrichtungen und Krankenhäuser sein, aber auch Betreuungs- und pädagogische Einrichtungen, in denen der Wert des Lebens eines jeden Mitglieds der Menschheitsfamilie geschützt, ja gefeiert wird.

Lasst uns also Lebensoasen schaffen, die zur herrschenden Kultur des Todes eine wohltuende Alternative bieten, und in denen die Gewissensfrage gar nicht erst aufkommt.


Prof. Dr. med. Paul Cullen* ist Leiter eines großen Labors in Münster und Professor für Laboratoriumsmedizin an der dortigen Universität, Vorsitzender der Ärzte für das Leben und stv. Vorsitzender des Bundesverbands Lebensrecht.


* Wir danken Prof. Dr. med. Paul Cullen für die Erlaubnis, diesen Artikel hier wiederveröffentlichen zu dürfen. Erstpublikation: Paul Cullen. „Die ärztliche Gewissensfreiheit in Gefahr“. In: Zukunft CH, Ausgabe 5/2024 S. 11.
Prof. Dr. Cullen spricht auch zur ärztlichen Gewissensfreiheit auf dem Marsch fürs Läbe 14.09.2024 in Zürich.


📢 Gemeinsam unterwegs für das Leben

Der BVL bedankt sich bei allen Mitgliedsverbänden für die beiden gelungenen Märsche für das Leben in Köln und Berlin.

🎥 Eugenik - Marsch für das Leben - Interview mit Hartmut Steeb | Perspektive Leben


🗣️ „Leben. Würde“: Lebensrecht ist Zukunft

In Schwäbisch Gmünd findet zum zweiten Mal ein breit aufgestellter Kongress statt

Berlin/Schwäbisch Gmünd/Wetzlar (11. Oktober) – Mit über 450 Teilnehmern war der erste Kongress 2022 ein voller Erfolg, im kommenden Jahr folgt die Fortsetzung: Der Kongress steht erneut unter dem Titel „Leben.Würde“ und findet vom 9. bis zum 11. Mai 2025 im Christlichen Gästezentrum „Schönblick“ in Schwäbisch Gmünd statt. Veranstalter sind der Bundesverband Lebensrecht (BVL/Berlin), der „Schönblick“ und die Evangelische Nachrichtenagentur IDEA (Wetzlar). Thematisch widmet sich der Kongress der Würde des Menschen in allen Lebensphasen und setzt auf das bewährte Konzept aus Plenarvorträgen, Fachseminaren und Vernetzungsmöglichkeiten.

Die Schirmherrschaft für den „II. Leben.Würde-Kongress“ haben der Passauer Bischof Dr. Stefan Oster SDB sowie die Ärztin, Autorin und Influencerin Jana Highholder übernommen. Bischof Oster ist der Schutz des menschlichen Lebens ein zentrales Anliegen: „Menschen sind Personen: Einzigartig, unersetzbar, unwiederbringlich. Jedes menschliche Leben ist unbedingt schützenswert. Und doch erleben wir fortwährend und in vielen Facetten und auch in reichen Gesellschaften, dass Leben bedroht und Menschenwürde verletzt wird. Der Kongress soll dafür sensibilisieren, motivieren und darüber informieren, wie wir menschliches Leben besser schützen können.“ Jana Highholder betont die aktuelle gesellschaftliche Entwicklung und die notwendige Ausrichtung auf die Zukunft: „Wir müssen uns als Gesellschaft fragen, welches Verständnis vom Menschen und vom Leben wir heute kultivieren und wie das auch die Zukunft beeinflussen wird, wie wir miteinander agieren, Konflikte bewerten und Lösungen finden.“ 

Die drei Veranstalter sind für die gemeinsame Schirmherrschaft von Bischof Oster und Highholder und auch für die Beteiligung von 21 Kooperationspartnern des Kongresses dankbar. Dies, so BVL-Vorsitzende Alexandra Maria Linder, verdeutliche ebenso wie das Programm die überkonfessionelle, überparteiliche und sachorientierte Ausrichtung des Kongresses und der Lebensrechtsarbeit: „Angesichts der weltweiten Entwicklung in den bioethischen Bereichen sind solche Fachveranstaltungen und der damit verbundene persönliche Austausch immens wichtig. Lebensrecht ist Zukunft.“

Zielgruppe des Kongresses sind Mitarbeiter und Mitglieder von Lebensrechtsorganisationen, bioethische Fachleute sowie alle, die an der Thematik interessiert sind. Der Kongress will Lebensrechtler weiter vernetzen, über aktuelle Debatten informieren, Initiativen zum Handeln aufzeigen und in Seminaren konkrete Tipps geben, wie die Teilnehmer auch in ihrem eigenen Alltag das Recht auf Leben unterstützen und Lebensschützer sein können. 

Ein besonderer Höhepunkt im Kongressprogramm ist die Verleihung des Stiftungspreises der Stiftung Ja zum Leben. Sie findet am Abend des 10. Mai im Rahmen eines Festaktes statt. 


Anmeldungen zum Kongress sind ab sofort unter schoenblick.de/de/anmeldung-lebenwuerde-2025-fuer-teilnehmer möglich.
Das Kongressprogramm findet sich unter schoenblick.de/de/lebenwuerde



Pressekontakte:
Bundesverband Lebensrecht
Landgrafenstr. 5
10787 Berlin
030/64494039
berlin@bv-lebensrecht.de

Evangelische Nachrichtenagentur IDEA
Steinbühlstraße 3
35578 Wetzlar
0172 66 444 37


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